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Bahnbau
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Vorüberlegungen
Schon bevor ein bezahlbarer Raum in idealer Lage gefunden worden war, wurde überlegt, was man denn machen würde wenn...
Die grundsätzliche Überlegung ist ganz einfach zu beschreiben: "Wenn schon - denn schon".
Damit war Holz (bzw. MDF) klar, stellte sich nur die Frage, wieviel Spuren, und, und und.
Nachdem 4 Spuren zu wenig sind, um ein größeres Starterfeld durchzuschleusen und 6 Spuren die
Breite problematisch werden lassen, entschieden wir uns für 5 Spuren.
Ein immer wieder gerne und kontrovers diskutiertes Thema ist der Heimvorteil.
Da aber sogar einfach aussehende Strecken ihre Tücken haben, und anspruchsvollere Strecken
ihren Reiz über längere Zeit behalten, haben wir uns bezüglich des Heimvorteil in der
Bahngestaltung nicht allzusehr einschränken lassen.
Eher sollte die Bahn dem Rennablauf angepasst sein, d.h. überall Platz und Zugänglichkeit
für Einsetzer bzw. Fahrer, so dass die Verwendung der Chaostaste auf ein absolutes Minimum beschränkt bleibt.
Des weiteren sollten langsame und schnelle Passagen enthalten sein, so dass im Endeffekt eine
sehr anspruchsvolle planerische Aufgabe anstand.
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Der Anfang

Der Bahnraum

Vom Anfang der Zielgeraden

Von der Eingangstüre

Die Bahn nach der Grundierung

Die Grundierung im Detail

Der Lackiervorgang

Die Streckenführung

Die neue Bande

Regleranschluß, Spannungseinstellung

Stromversorgung, kindersicher

...mit Schubladenauszug

Fast fertig

Der Eingang (graue Türe)

Interne Einweihung

Interne Einweihung

Interne Einweihung

Proberennen
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Bahnraum
Am Anfang stand eine Fabrikhalle, in der wir unsere 90 qm nutzen sollten/durften/konnten. Eine Aussenwand mit Fenstern sowie drei
Pfeiler in unserem Bereich waren vorhanden -
das bedeutete, drei Wände aus dem Nichts zu errichten. Unter Nutzung externer Kräfte wurden die Wände in zwei Tagen
errichtet, drei Tage später lag Laminatboden im Raum. Auch eine Spüle mit allen benötigten Anschlüssen war wie von
Geisterhand plötzlich da.
Für eine helle Beleuchtung sorgte der Vermieter.
Um den Hall etwas zu mindern wurde die Decke mit Stoffbahnen abgehängt.
Die Geister des elektrischen Kabels sorgten dann noch für eine Anschlussleiste mit Steckdosen für die Arbeitsplätze der Fahrer.
Ein Porsche GT2 Spoiler und ein Gruppe 5 Reifen brachten schon zu Anfang ein gewisses Ambiente in den Raum.
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Bahnplanung
Die Bahn wurde mit geplant.
Dabei war klar, dass sich gewisse Kurvenverläufe nur mit einer CNC gesteuerten Fräse realisieren ließen.
Um Kosten und Aufwand so niedrig wie möglich zu halten, musste einiges an Vorarbeit geleistet werden.
Daher wurde ein DXF Export programmiert (nicht im Standardumfang der Software), der bei dieser Bahn erstmalig eingesetzt wurde (DXF kann von CNC Steuerungen eingelesen werden).
Ob nun die Programmierung oder die detaillierte Planung der Bahn mehr Arbeit bedeuteten, weiss keiner so genau.
Auf jeden Fall fiel den zwei Verantwortlichen ein gewaltiger Stein vom Herzen, nachdem die ersten drei
Platten aus der CNC Anlage kamen und 100% zusammenpassten.
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Aufbau
Nachdem die Bahn geplant war, wurden mit einer Spezialversion von SlotRail 25 Dateien
in DXF Format erstellt - eine Datei pro geplanter Platte.
Der Inhalt der Dateien wurden mit einer CNC Fräse der in 16mm MDF Platten verewigt.
Im Bahnraum wurden diese Platten dann zu Segmenten verbunden und auf höhenverstellbare Füße gestellt.
Segment für Segment wurde aneinandergeschraubt, bis am Ende ca. 1 cm geschoben werden mußte,
damit die Enden zusammenpassten.
Dies freute uns sehr, denn die Bahnplanung ging von einer ebenen Strecke aus und niemand wusste,
wie sich unser "Berg" von 26 cm Höhe auf den Bahnverlauf auswirken würde.
Auch erfreulich ist die Tatsache, daß es keinerlei Knicke oder Stöße in der Bahn gibt - weder an den Plattenübergängen noch sonstwo.
Daran ist die 16 mm MDF Platte "schuld", denn das Material stellte sich als wesentlich biegsamer heraus, als ursprünglich vermutet.
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Füße
Man kenn die verstellbaren Füße ja von vielen Holzbahnen. Nur die Verbaureihenfolge ist natürlich nicht ersichtlich.
Bei uns hat es sich als sinnvoll erwiesen, zuerst Platten von insgesamt ca. 2 bis 4 metern Bahnlänge auf dem Kopf liegend zu verschrauben.
Dabei verwendeten wir Paßstücke, die genau in den 4 mm Schlitz passen.
Mit mehreren Mann wurde so ein Segment dann umgedreht und positioniert, und von einem weiteren Mann wurden dann Stützen unter
das Segment positioniert. Dann konnte das Segment abgelassen werden. Die Stützen wurden verschraubt und das Segment an das
schon stehende Bahnstück geschraubt.
Für die 36 meter Strecke benötigten wir 40 Füße.
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Holzarbeiten
Durch die fertig zugesägten und gefrästen Bahnstücke reduzierten sich die Holzarbeiten auf ein Minimum.
Es mußten nur die rechtwinkligen Platten per Stichsäge dem tatsächlichen Bahnverlauf angepasst werden.
Die Stöße der Platten wurden verschliffen, weil 16 mm MDF jenach Lagerung und Charge nicht gleich 16 mm MDF ist.
Dann wurden an den geplanten Einspeisungspunkten Schlitze quer zur Fahrbahn gesägt, damit später die Litze unter die
Bahn geführt werden kann. Ein leichtes Spachteln der Plattenstöße und anschließendes Verschleifen
bildeten den Abschluss der Holzarbeiten.
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Lackierung
Für die Lackierung verwenden wir 2-Komponenten Grundierung und Lack.
Nachdem die Grundierung nun aufgetragen ist, habe wir auch hier unsere Erfahrungen gesammelt.
Schaumstoffrollen jeglicher Herkunft lösen sich bei Verwendung mit Epoxidgrundierung leider nach einigen Quadratmetern auf!
Also vorher genug von diesen Verschleissartikeln besorgen...
Auch sollte man darauf achten, dass auf die Stufe für die Litze nicht zu viel Farbe gelangt.
Sonst liegt die Litze später nicht so tief wie geplant. Wir mussten die Stufe mit dem Schraubenzieher
abschaben - eine anstrengende Arbeit in gebückter Haltung...
Am Montag wurde nach Anschleifen der Grundierung der Lack aufgetragen.
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Bande
Wir haben nun die die Bande komplett angebracht, die Nacharbeit war erfolgreich.
Hoffentlich hält das Material im Zuschaerbereich was aus.
Stoff muss noch angebracht werden. Das sollte in den nächsten Wochen passieren.
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Litze
Da der Absatz für die Litze 1,05 mm betrug, die Litze aber zwischen 0,8 und fast 1 mm in der Dicke schwankt,
konnte zur Verklebung kein Heißkleber verwendet werden. Dazu bräuchte man schätzungsweise 0,4 mm "Luft",
damit man eine ausreichend dicke Lage einbringen kann. Andernfalls kühlt der Kleber zu schnell aus.
Die Verklebung mit Silikon wurde bei anderen Bahnen schon erfolgreich durchgeführt.
Das Silikon härtet aber erst nach einigen Stunden aus. Das war uns irgendwie zu unsicher,
daher haben wir uns für Sekundenkleber entschieden, welcher auch schon als Klebemittel bei Holzbahnen eingesetzt wurde.
Nach unserer jetzigen Erfahrung sollte man den Absatz für die Litze bei Einsatz von Sekundenkleber unbedingt
vorher Lackieren, da sonst das MDF den Kleber sofort aufsaugt und man extreM hohe Mengen von Kleber braucht.
Obwohl die meisten Bereiche bei uns zufällig schon beim Walzen der Strecke Farbe abbekommen hatte,
haben wir 11 Flaschen zu 8 EURO verbraucht. Heißkleber wäre da billiger gewesen. Allerdings ist der
Nachteil des Heißklebers die Nacharbeit; d.h. man muss allen rausquellenden Kleber später mit dem Cutter
wegschneiden, was bei 5 mal 36 meter eine zeitraubende anstrengende Arbeit gewesen wäre.
Schlussendlich ist aber die Lize nun verklebt und an drei Einspeisungspunkten mit der Bahn-Elektrik verbunden.
In der Testphase hat sich gezeigt, dass die Kupferlitze den Strom zwar gut leitet, aber mechanisch nicht so stabil ist.
In einigen Kurvenbereichen muss die untere Litzenkante mit flüssigem Sekundenkleber grtränktwerdne, damit sich die Litze nicht
durch durchdrehende Räder hochzieht.
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Bahn-Elektrik
Während der Verlegung der Litze wurde schon fleißig an der Bahn-Elektrik gebaut.
Sie ist im Vergleich zu vielen anderen Bahnen wirklich ein Meisterwerk geworden.
Man merkt dann doch, ob ein begabter Laie oder ein talentierter gelernter Elektriker am Werk ist.
Jede Spur wird von einem unabhängigen Trafo versorgt.
Wir haben ähnlich dem Hamburger System fünf Stufen von 10 bis 18 Volt, per Brücke steckbar.
Per Relais kann jede Spur einzeln ausgeschaltet werden.
Strom auf einer Spur wird per LED über der Spur angezeigt.
Alle Trafos und die Schaltungen sind in einer rollbaren Box auf einer ausziehbaren Platte montiert.
Über die Features der neuen Software berichten wird dann beim nächsten mal.
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Bahn Einfahren
Als nächstes wurde die Bahn eingefahren. Das bedeutete unter anderem folgende Prüfungen und eventuelle Nacharbeit:
-Kontakt an allen Stellen der Bahn?
-Bande ausreichend hoch?
-Spannung auf allen Voltstufen?
-Zeitmessung fehlerfrei?
-Rennmodi mit fehlerfreiem Ablauf?
-Staub entfernen und Grip auf die Bahn fahren.
-Beleuchtung der Bahn in Ordnung?
Nachdem auch dieses Kapitel größtenteils abgeschlossen wurde, wurde der erste Schnupperabend
für das große Publikum veranstaltet.
Aber vorher haben die am Bahnbau Beteiligten mit einem Glas Sekt angestoßen!
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Landschaft
Die Bahn soll natürlich nicht so nackt bleiben.
Nach einer kurzen Erholungsphase werden wir die im Streckenplan grün eingezeichneten Bereiche mit Leben füllen.
Entlang der Zielgeraden wird eine Boxengasse mit Parc Ferme entstehen, im hinteren Teil habe wir
Tribüne und Camping geplant.
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Bahndaten |
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Länge |
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36 meter
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Spuren |
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5, 12 cm Abstand
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Schlitz |
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4 mm breit, 8 mm tief
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Litze |
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Hochflexible verzinnte Kupferlitze, 5,8 x 0,8 mm
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Strom |
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10 bis 18 Volt, pro Spur getrennt
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Zeitmessung |
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Infrarot mit eigener Software
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MAF - 9.01.2003 |
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Vielen herzlichen Dank ALLEN für die tatkräftige Mitwirkung!
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